Jutta Eckstein, Bernd Oestereich, Henning Wolf, Holger Koschek
SEACON 2009, Hamburg
22. Juni 2009
Eine Expertenbefragung zum Thema Agilität ist sicherlich eine gut gemeinte Idee. Das Thema ist aktuell, und es gibt noch eine Menge Informationsbedarf. Problematisch fand ich, dass man schwer einzuschätzen konnte, wie es um das Vorwissen des Publikums bestellt war. Beantwortete man eine Frage sehr knapp, dann setzte man vielleicht zu viel Wissen voraus. Hätte man weiter ausgeholt, dann wären diejenigen unruhig geworden, die mit den Grundlagen vertraut sind und nur “Spezialfragen” beantwortet wissen wollten. Die Bandbreite der Frage reichte von “welche agilen Methoden soll ich verwenden?” bis hin zu “was ist die Idealbesetzung für die Rolle des Product Owners?”. Insgesamt hatte ich das Gefühl, zu wenig Zeit gehabt zu haben. Außerdem entwickelte sich aufgrund der Spielregeln (Publikum fragt, Experten antworten) keine Diskussion, wie ich sie beim Fishbowl erlebt habe (und trotz des fehlenden Ergebnisses sehr gut fand). Ein solcher Fishbowl oder auch ein Open Space zu ausgewählten agilen Themen wäre meiner Meinung nach für alle Beteiligten fruchtbarer gewesen.
Ich freue mich auf den nächsten Hamburger Scrumtisch am 9. Juli, wo wir ähnliche Themen diskutieren – und nicht nur beantworten.
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Klaus Marquardt, Bernd Oestereich, Jutta Eckstein, Holger Koschek
SEACON 2009, Hamburg
22. Juni 2009
Gemeinsam mit Klaus Marquardt, Bernd Oestereich und Jutta Eckstein durfte ich dem ersten Fishbowl auf der SEACON Starthilfe geben. Die Diskussion drehte sich zunächst um die Frage, wie man die Begriffe “kompliziert” und “komplex” definieren kann, ohne allerdings eine von allen akzeptierte Definition zu finden. Einige Diskussionsteilnehmer verwendeten beide Begriffe synonym und fanden es wichtiger, mit der Problemlösung zu beginnen, als sich mit der Kategorisierung zu beschäftigen. Das andere Lager (dem auch ich angehöre) würde zur Lösung komplizierter Probleme einen Experten zu Rate ziehen. Bei komplexen Problemen reicht das nicht aus. Hier gibt es nicht “die richtige Antwort”, weil sich der Problemraum unvorhersehbar verändert. Was tun? Einfach anfangen und auf die Kraft der Emergenz vertrauen. Die wenigen Regeln und Prinzipien, die agilen Verfahren zugrunde liegen, reichen aus, um dem Projektteam einen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen es dem Problem zu Leibe rücken kann. Und damit sind wir plötzlich bei der Agilität. Das war dann auch das dominierende Thema in der zweiten Hälfte des Fishbowl.
Am Ende fehlte vielen Teilnehmern der rote Faden und ein Ergebnis. Das lag sicherlich daran, dass man ohne Definition in die Diskussion über komplizierte und komplexe Probleme gestartet war. Vielleicht hätte sich die “Startmannschaft” im Vorfeld ein wenig abstimmen sollen. Haften blieb aber eine sehr pragmatische Definition der beiden Begriffe, die einer der Fishbowl-Teilnehmer wie folgt formulierte: “Kompliziert sind die Probleme, für die ich keine Zeit habe. Komplexe Probleme sind jene, für die ich keine Lösung kenne.”
Tags: komplex, Komplexität, kompliziert
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14. Mai 2009
Die siebte Hamburger Pecha Kucha Night war zugleich meine erste. Die inhaltliche und stilistische Bandbreite der Vorträge reichte von kindgerecht komisch über idealistisch poetisch bis hin zu klamaukig politisch. Damit dürfte für jeden der zahlreichen Besucher der Hamburger Botschaft etwas dabei gewesen sein. Und ich habe gelernt, dass es gar nicht so einfach ist, die 6 Minuten und 40 Sekunden pausenlos über die Bühne zu bekommen. Ob dieses Format auch für IT-Fachvorträge geeignet ist? Durchaus – und zwar nicht nur für Vorträge, denen man nach sieben Minuten ohnehin nicht mehr folgen kann/möchte. Der Charme dieses Formats liegt in der Kürze der Zeit. Wer sich da nicht auf die Kernaussage konzentriert, der verliert. Früher stand es an jeder Telefonzelle, aber auch heute noch gilt: Fasse Dich kurz. Deshalb mache ich an dieser Stelle einen Punkt.
Tags: Pecha Kucha
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25. April 2009
Am Mittwoch und Donnerstag war ich auf der JAX in Mainz. Der Mittwoch war durchwachsen. Mein persönliches Highlight: “Brückenbau: Wie passen BPMN und UML zusammen?” von Andrea Grass und Stefan Zörner. Die Abendvorträge konkurrierten mit dem DFB-Pokal-Halbfinale. Ich entschied mich für letzteres und wurde nicht enttäuscht.
Am Donnerstag habe ich mich auf die Vorträge des SOA & BPM Day konzentriert, in dessen Rahmen wir auch unseren Vortrag “Königskinder” gehalten haben. In den Genuss der guten Vorträge kamen leider nur wenige JAX-Besucher. Waren es am Morgen noch ca. 50 BPM-Interessierte, so ebbte das Interesse im Laufe des Tages ab. Schade! Da muss man sich wohl oder übel die Frage stellen, ob eine technisch orientierte Konferenz wie die JAX für das Thema BPM die geeignete Plattform ist.
Mit unserem Vortrag waren Jo und ich ganz zufrieden. Spontaner Wunsch einiger Zuhörer: Weniger Grundlagen und mehr Details über die Königskinder BPMS und BRMS. Das werden wir beim nächsten Mal beherzigen. Froh waren wir, dass unsere Gesangseinlage fehlerfrei über die Bühne ging und beim Publikum gut ankam.
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Jo Ehm, Holger Koschek
JAX 2009, Mainz
23. April 2009
«Sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief» – so heißt es im Lied von den zwei Königskindern. Mit der Integration von Business Process Engines und Rule Engines scheint es sich ähnlich zu verhalten. Obwohl beide Systeme einander ideal ergänzen, gestaltet sich die Zusammenführung mitunter schwierig. Dieser Vortrag sortiert die Begriffswelten und diskutiert Integrationsmuster für verschiedene Anwendungsfälle – Happy End inklusive.
Tags: BPM, Business Process Engine, Business Rule Engine
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02. April 2009
Heute fand der zweite Scrumtisch bei bestem Hamburger Wetter (Sonne und eine frische Brise) statt. Das neue Format, eine Kombination aus vorbereitetem Vortrag und Open Space, fand die ungeteilte Zustimmung der ca. 23 Teilnehmenden.
Was habe ich gelernt bzw. bestätigt bekommen?
- Agile Festpreisprojekte können funktionieren, wenn man das Festpreis-Spiel konsequent (und manchmal auch unnachgiebig) spielt. Ein anderer Erfolg versprechender Ansatz ist das Abschließen eines Rahmenvertrags, in dem für einzelne Gewerke (z.B. für jeden Sprint) eine Tranche abgerufen wird.
- Es ist schwierig, den agilen Werkzeugkasten im Team zu etablieren. Es ist aber noch ungleich schwieriger, die agilen Werte zu vermitteln und eine Kultur zu prägen, die auf Vertrauen und Verantwortung aufbaut.
- Für die Berücksichtigung nichtfunktionaler Anforderungen gibt es leider keinen Königsweg. Es ist wichtig, diese Klasse von Anforderungen frühzeitig zu formulieren und zu priorisieren. Erst dann kann man fundiert entscheiden, wann welche Anforderung aus fachlichen oder technischen Gründen benötigt wird.
Die offene und ehrliche Atmosphäre, in der diese Themen diskutiert wurden, macht den Reiz dieser Veranstaltung aus und steigert die Vorfreude auf den nächsten Stammtisch (für den übrigens noch ein geeigneter Raum gesucht wird).
Tags: Agile Werte, Agiler Festpreis, Nichtfunktionale Anforderungen, Open Space, Scrum, Scrumtisch
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05. Februar 2009
Nach zwei vorbereitenden Sitzungen fand heute der erste Stammtisch der Scrum User Group Hamburg statt. Mit 30 Teilnehmern war das P.I.A.-Kesselhaus gut gefüllt. Hoffentlich lässt der Zuspruch nicht nach, denn der “Scrumtisch” war äußerst informativ, unterhaltsam und vernetzend.
Bericht im SUG-HH-Wiki
Tags: Scrum, Scrumtisch
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Computer Zeitung
39. Jahrgang Nr. 4-5
26. Januar 2009
In der Literatur über agile Methoden läuft immer alles glatt: Da werden die besten Mitarbeiter zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten herzustellen. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, die Kunden sind begeistert. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Der Artikel bei netigator.de
Tags: Scrum, Team, Verantwortung
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OOP 2009, München
26. Januar 2009
In der agilen Literatur ist es wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten iterativ herzustellen. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, der Kunde ist zufrieden – und alles wird gut. Die Praxis sieht oft anders aus und beschert uns heimliche Prinzen, draufgängerische Ritter, das tapfere Schneiderlein, Aschenputtel und andere märchenhafte Gestalten. Dieser Vortrag zeigt, wie man aus solchen Individuen ein erfolgreiches Team formen kann.
Tags: Märchen, Scrum
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Oliver Ihns, Holger Koschek
iX kompakt Java
1/2009
18. Dezember 2008
Enterprise JavaBeans 3.0 erleichtert die Entwicklung von Geschäftsanwendungen, die Architektur weist alle elementaren Merkmale der Objektorientierung auf. Ihre Komponenten – Enterprise JavaBeans – sind einfache Java-Objekte. Ein Überblick über architektonische Grundlagen und verwendete Konzepte.
Tags: EJB 3
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