Am 17.12.2009 war ich zu Gast in der Fachbuchhandlung Lehmanns in Hamburg, um in einer vorweihnachtlichen Märchenstunde aus meinem Buch “Geschichten vom Scrum” vorzulesen. (weiterlesen …)
Archiv für die Kategorie ‘Publikation’
Geschichten vom Scrum – live
Donnerstag, 17. Dezember 2009Geschichten vom Scrum
Samstag, 28. November 2009
In der agilen Welt bedient man sich gerne der uralten Tradition des Geschichtenerzählens, um Wissen zu vermitteln und Inhalte erlebbar zu machen. Menschen lieben Geschichten, und Softwareentwickler bilden da keine Ausnahme.
Diese Idee greife ich mit den »Geschichten vom Scrum« auf. Anhand eines fiktiven Projekts illustriere ich die Werte, Konzepte und Praktiken, die agile Softwareentwicklung und agiles Projektmanagement ausmachen:
König Schærmæn der Weißnichtwievielte hat eine Vision: Er möchte die beste und flexibelste Drachenfalle aller Zeiten entwerfen und bauen lassen. Um diese Aufgabe zu meistern, lässt er eine geeignete Mannschaft zusammenstellen. Unter Anleitung eines Einhorns aus dem Lande Scrum macht sich eine Gruppe ganz normaler Märchengestalten ohne agile Vorkenntnisse an die Arbeit. Es gibt viel zu lernen: Das Handwerkszeug von Scrum und der Drachenfallenbau wollen beherrscht und zwischenmenschliche Probleme gemeistert werden. Am
Ende entsteht nicht nur die gewünschte Drachenfalle, sondern auch ein erfolgreiches Scrum-Team.
Als Leser begleiten Sie die Märchengestalten auf ihrem Weg zum Projekterfolg. Dabei unterstützen Sie die ergänzenden Erläuterungen
und Kommentare des Einhorns. Am Ende wissen Sie nicht nur, aus welchen Elementen Scrum besteht, sondern auch, wie man diese Elemente erfolgreich einsetzt.
Prinzen und Aschenputtel: Anatomie eines Scrum-Teams
Freitag, 27. November 2009Zum letzten Mal habe ich die Urfassung des agilen Märchens “Prinzen und Aschenputtel” präsentiert. Jetzt gibt’s die “Geschichten vom Scrum” als Buch. Auf den XP Days konnte ich das erste Exemplar in den Händen halten – immer wieder schön… Aber worum ging es in meinem Vortrag?
In der agilen Literatur ist es fast wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter einer Firma zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten in vielen kleinen Schritten herzustellen – bei ständiger Zufriedenheit des Kunden. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, und alles wird gut. In der Praxis kann man froh sein, wenn man zu Projektbeginn überhaupt ein Team hat. Die Besten darf man höchstens ab und zu als Experten zu Rate ziehen. Dafür findet man die gesamte Bandbreite an Charaktereigenschaften vor: Prinzen – heimliche Anführer unter Gleichen; Ritter in goldener Rüstung – ohne sie läuft nichts, sie schlagen den Weg frei; das tapfere Schneiderlein – mit ihm ist man gut (?) beraten; Aschenputtel – das tiefe stille Wasser. Und viele weitere sonderbare Gestalten.
Lassen Sie sich verzaubern und erleben Sie, wie mit Hilfe eines Einhorns aus dem wunderbaren Land Scrum aus diesen Individuen ein schlagkräftiges Team geformt werden kann.
“Mein agiler Koffer” – Reisetipps mit Pecha Kucha
Donnerstag, 26. November 2009Weil einige Referenten der XP Days 2009 grippebedingt absagen mussten, sprang ich kurzerhand ein und packte wie zuvor auf der W-JAX im Rahmen eines Pecha-Kucha-Vortrags meinen agilen Koffer. Dieses Format macht zunehmend Spaß. Allerdings gibt es noch viel “Luft nach oben”. Die nächste Herausforderung besteht darin, die zentrale(n) Nachricht(en) des Vortrags (bei 20 Folien kann es davon nicht allzu viele geben) deutlicher herauszuarbeiten. Und vielleicht sollte ich nicht ganz so schnell reden wie einst Dieter Thomas Heck…
Königskinder: Wie Process Engine und Rule Engine zusammenfinden
Donnerstag, 12. November 2009“Sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief” – so heißt es im Lied von den zwei Königskindern. Mit der Integration von Business Process Engine und Rule Engine scheint es sich ähnlich zu verhalten. Obwohl beide Systeme einander ideal ergänzen, gestaltet sich die Zusammenführung mitunter schwierig. Dieser Vortrag sortiert die Begriffswelten und diskutiert Integrationsmuster.
Mehr Standards = Bessere Software?
Mittwoch, 11. November 2009Der Ruf nach Standards ist in IT-Projekten an der Tagesordnung. Es klingt ja auch verlockend: eine standardisierte Architektur, Software und/oder Systemlandschaft. Sollten sich da nicht alle Probleme in Luft auflösen? Dieser Vortrag wirft aus verschiedenen Blickwinkeln kritische Blicke auf Standards in allen Bereichen der Informationstechnologie (und darüber hinaus).
“Mein agiler Koffer” – Reisetipps mit Pecha Kucha
Montag, 09. November 2009Welche Prinzipien, Vorgehensweisen und Ideen würde ich jederzeit wieder in meinen “agilen Koffer” packen? Was würde ich bei meiner nächsten “agilen” Reise lieber zu Hause lassen? Im Rahmen einer Pecha-Kucha-Session haben “erfahrene Agile” (Jens Coldewey, Henning Wolf, Christoph Mathis, Deborah Hartmann Preuß, Sabine Canditt und meine Wenigkeit) Einblick in Ihr “Reisegepäck” gewährt.
Die Session war von Bernd Schiffer und Martin Heider perfekt vorbereitet worden. In einem “halben Pecha Kucha” (3 min. 20 sec.) wurde kurz die Rahmenhandlung erläutert – und dann ging’s los. Ich hatte das Glück, als erster auf die Bühne zu dürfen, und konnte anschließend die anderen fünf Vorträge ganz entspannt genießen. Mein Favorit war der “agile Kocher” von Sabine Canditt und ihren Söhnen.
Nochmals vielen Dank an Martin und Bernd für das tolle Thema, das zugleich offen und geschlossen genug gewesen ist. Ich bin jetzt Pecha-Kucha-infiziert.
Die Folien zum Vortrag auf SlideShare
Blog von Bernd Schiffer
Bericht im Newsfeed von it-agile
Video des Vortrags im JAX-TV
Prinzen und Aschenputtel: Anatomie eines Scrum-Teams
Donnerstag, 17. September 2009In der agilen Literatur ist es fast wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter einer Firma zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten in vielen kleinen Schritten herzustellen – bei ständiger Zufriedenheit des Kunden. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, und alles wird gut. In der Praxis kann man froh sein, wenn man zu Projektbeginn überhaupt ein Team hat. Die Besten darf man höchstens ab und zu als Experten zu Rate ziehen. Dafür findet man die gesamte Bandbreite an Charaktereigenschaften vor: Prinzen – heimliche Anführer unter Gleichen; Ritter in goldener Rüstung – ohne sie läuft nichts, sie schlagen den Weg frei; das tapfere Schneiderlein – mit ihm ist man gut (?) beraten; Aschenputtel – das tiefe stille Wasser. Und viele weitere sonderbare Gestalten.
Lassen Sie sich verzaubern und erleben Sie, wie mit Hilfe eines Einhorns aus dem wunderbaren Land Scrum aus diesen Individuen ein schlagkräftiges Team geformt werden kann.
Expertenbefragung: Was Sie schon immer zum Thema Agilität fragen wollten
Montag, 22. Juni 2009Eine Expertenbefragung zum Thema Agilität ist sicherlich eine gut gemeinte Idee. Das Thema ist aktuell, und es gibt noch eine Menge Informationsbedarf. Problematisch fand ich, dass man schwer einzuschätzen konnte, wie es um das Vorwissen des Publikums bestellt war. Beantwortete man eine Frage sehr knapp, dann setzte man vielleicht zu viel Wissen voraus. Hätte man weiter ausgeholt, dann wären diejenigen unruhig geworden, die mit den Grundlagen vertraut sind und nur “Spezialfragen” beantwortet wissen wollten. Die Bandbreite der Frage reichte von “welche agilen Methoden soll ich verwenden?” bis hin zu “was ist die Idealbesetzung für die Rolle des Product Owners?”. Insgesamt hatte ich das Gefühl, zu wenig Zeit gehabt zu haben. Außerdem entwickelte sich aufgrund der Spielregeln (Publikum fragt, Experten antworten) keine Diskussion, wie ich sie beim Fishbowl erlebt habe (und trotz des fehlenden Ergebnisses sehr gut fand). Ein solcher Fishbowl oder auch ein Open Space zu ausgewählten agilen Themen wäre meiner Meinung nach für alle Beteiligten fruchtbarer gewesen.
Ich freue mich auf den nächsten Hamburger Scrumtisch am 9. Juli, wo wir ähnliche Themen diskutieren – und nicht nur beantworten.
Fishbowl: Unterscheide komplizierte und komplexe Probleme und finde die dazu passenden Methoden, Prozesse und Strategien
Montag, 22. Juni 2009Gemeinsam mit Klaus Marquardt, Bernd Oestereich und Jutta Eckstein durfte ich dem ersten Fishbowl auf der SEACON Starthilfe geben. Die Diskussion drehte sich zunächst um die Frage, wie man die Begriffe “kompliziert” und “komplex” definieren kann, ohne allerdings eine von allen akzeptierte Definition zu finden. Einige Diskussionsteilnehmer verwendeten beide Begriffe synonym und fanden es wichtiger, mit der Problemlösung zu beginnen, als sich mit der Kategorisierung zu beschäftigen. Das andere Lager (dem auch ich angehöre) würde zur Lösung komplizierter Probleme einen Experten zu Rate ziehen. Bei komplexen Problemen reicht das nicht aus. Hier gibt es nicht “die richtige Antwort”, weil sich der Problemraum unvorhersehbar verändert. Was tun? Einfach anfangen und auf die Kraft der Emergenz vertrauen. Die wenigen Regeln und Prinzipien, die agilen Verfahren zugrunde liegen, reichen aus, um dem Projektteam einen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen es dem Problem zu Leibe rücken kann. Und damit sind wir plötzlich bei der Agilität. Das war dann auch das dominierende Thema in der zweiten Hälfte des Fishbowl.
Am Ende fehlte vielen Teilnehmern der rote Faden und ein Ergebnis. Das lag sicherlich daran, dass man ohne Definition in die Diskussion über komplizierte und komplexe Probleme gestartet war. Vielleicht hätte sich die “Startmannschaft” im Vorfeld ein wenig abstimmen sollen. Haften blieb aber eine sehr pragmatische Definition der beiden Begriffe, die einer der Fishbowl-Teilnehmer wie folgt formulierte: “Kompliziert sind die Probleme, für die ich keine Zeit habe. Komplexe Probleme sind jene, für die ich keine Lösung kenne.”
