Archiv für die Kategorie ‘Publikation’

“Mein agiler Koffer” – Reisetipps mit Pecha Kucha

Montag, 09. November 2009

Welche Prinzipien, Vorgehensweisen und Ideen würde ich jederzeit wieder in meinen “agilen Koffer” packen? Was würde ich bei meiner nächsten “agilen” Reise lieber zu Hause lassen? Im Rahmen einer Pecha-Kucha-Session haben “erfahrene Agile” (Jens Coldewey, Henning Wolf, Christoph Mathis, Deborah Hartmann Preuß, Sabine Canditt und meine Wenigkeit) Einblick in Ihr “Reisegepäck” gewährt.

Die Session war von Bernd Schiffer und Martin Heider perfekt vorbereitet worden. In einem “halben Pecha Kucha” (3 min. 20 sec.) wurde kurz die Rahmenhandlung erläutert – und dann ging’s los. Ich hatte das Glück, als erster auf die Bühne zu dürfen, und konnte anschließend die anderen fünf Vorträge ganz entspannt genießen. Mein Favorit war der “agile Kocher” von Sabine Canditt und ihren Söhnen.

Nochmals vielen Dank an Martin und Bernd für das tolle Thema, das zugleich offen und geschlossen genug gewesen ist. Ich bin jetzt Pecha-Kucha-infiziert.

Die Folien zum Vortrag auf SlideShare
Blog von Bernd Schiffer
Bericht im Newsfeed von it-agile
Video des Vortrags im JAX-TV

Prinzen und Aschenputtel: Anatomie eines Scrum-Teams

Donnerstag, 17. September 2009

In der agilen Literatur ist es fast wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter einer Firma zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten in vielen kleinen Schritten herzustellen – bei ständiger Zufriedenheit des Kunden. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, und alles wird gut. In der Praxis kann man froh sein, wenn man zu Projektbeginn überhaupt ein Team hat. Die Besten darf man höchstens ab und zu als Experten zu Rate ziehen. Dafür findet man die gesamte Bandbreite an Charaktereigenschaften vor: Prinzen – heimliche Anführer unter Gleichen; Ritter in goldener Rüstung – ohne sie läuft nichts, sie schlagen den Weg frei; das tapfere Schneiderlein – mit ihm ist man gut (?) beraten; Aschenputtel – das tiefe stille Wasser. Und viele weitere sonderbare Gestalten.

Lassen Sie sich verzaubern und erleben Sie, wie mit Hilfe eines Einhorns aus dem wunderbaren Land Scrum aus diesen Individuen ein schlagkräftiges Team geformt werden kann.

Expertenbefragung: Was Sie schon immer zum Thema Agilität fragen wollten

Montag, 22. Juni 2009

Eine Expertenbefragung zum Thema Agilität ist sicherlich eine gut gemeinte Idee. Das Thema ist aktuell, und es gibt noch eine Menge Informationsbedarf. Problematisch fand ich, dass man schwer einzuschätzen konnte, wie es um das Vorwissen des Publikums bestellt war. Beantwortete man eine Frage sehr knapp, dann setzte man vielleicht zu viel Wissen voraus. Hätte man weiter ausgeholt, dann wären diejenigen unruhig geworden, die mit den Grundlagen vertraut sind und nur “Spezialfragen” beantwortet wissen wollten. Die Bandbreite der Frage reichte von “welche agilen Methoden soll ich verwenden?” bis hin zu “was ist die Idealbesetzung für die Rolle des Product Owners?”. Insgesamt hatte ich das Gefühl, zu wenig Zeit gehabt zu haben. Außerdem entwickelte sich aufgrund der Spielregeln (Publikum fragt, Experten antworten) keine Diskussion, wie ich sie beim Fishbowl erlebt habe (und trotz des fehlenden Ergebnisses sehr gut fand). Ein solcher Fishbowl oder auch ein Open Space zu ausgewählten agilen Themen wäre meiner Meinung nach für alle Beteiligten fruchtbarer gewesen.

Ich freue mich auf den nächsten Hamburger Scrumtisch am 9. Juli, wo wir ähnliche Themen diskutieren – und nicht nur beantworten.

Fishbowl: Unterscheide komplizierte und komplexe Probleme und finde die dazu passenden Methoden, Prozesse und Strategien

Montag, 22. Juni 2009

Gemeinsam mit Klaus Marquardt, Bernd Oestereich und Jutta Eckstein durfte ich dem ersten Fishbowl auf der SEACON Starthilfe geben. Die Diskussion drehte sich zunächst um die Frage, wie man die Begriffe “kompliziert” und “komplex” definieren kann, ohne allerdings eine von allen akzeptierte Definition zu finden. Einige Diskussionsteilnehmer verwendeten beide Begriffe synonym und fanden es wichtiger, mit der Problemlösung zu beginnen, als sich mit der Kategorisierung zu beschäftigen. Das andere Lager (dem auch ich angehöre) würde zur Lösung komplizierter Probleme einen Experten zu Rate ziehen. Bei komplexen Problemen reicht das nicht aus. Hier gibt es nicht “die richtige Antwort”, weil sich der Problemraum unvorhersehbar verändert. Was tun? Einfach anfangen und auf die Kraft der Emergenz vertrauen. Die wenigen Regeln und Prinzipien, die agilen Verfahren zugrunde liegen, reichen aus, um dem Projektteam einen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen es dem Problem zu Leibe rücken kann. Und damit sind wir plötzlich bei der Agilität. Das war dann auch das dominierende Thema in der zweiten Hälfte des Fishbowl.

Am Ende fehlte vielen Teilnehmern der rote Faden und ein Ergebnis. Das lag sicherlich daran, dass man ohne Definition in die Diskussion über komplizierte und komplexe Probleme gestartet war. Vielleicht hätte sich die “Startmannschaft” im Vorfeld ein wenig abstimmen sollen. Haften blieb aber eine sehr pragmatische Definition der beiden Begriffe, die einer der Fishbowl-Teilnehmer wie folgt formulierte: “Kompliziert sind die Probleme, für die ich keine Zeit habe. Komplexe Probleme sind jene, für die ich keine Lösung kenne.”

Königskinder: Wie Business Process Engine und Rule Engine zusammenfinden

Donnerstag, 23. April 2009

«Sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief» – so heißt es im Lied von den zwei Königskindern. Mit der Integration von Business Process Engines und Rule Engines scheint es sich ähnlich zu verhalten. Obwohl beide Systeme einander ideal ergänzen, gestaltet sich die Zusammenführung mitunter schwierig. Dieser Vortrag sortiert die Begriffswelten und diskutiert Integrationsmuster für verschiedene Anwendungsfälle – Happy End inklusive.

Entwicklungsteams finden sich in regelmäßigen Sprint Reviews

Montag, 26. Januar 2009

In der Literatur über agile Methoden läuft immer alles glatt: Da werden die besten Mitarbeiter zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten herzustellen. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, die Kunden sind begeistert. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Der Artikel bei netigator.de

Prinzen und Aschenputtel: Anatomie eines Scrum-Teams

Montag, 26. Januar 2009

In der agilen Literatur ist es wie im Märchen: Da werden die besten Mitarbeiter zusammengerufen, um gemeinsam das beste Produkt aller Zeiten iterativ herzustellen. Das Team arbeitet selbstbestimmt und zielorientiert, man hilft sich gegenseitig, der Kunde ist zufrieden – und alles wird gut. Die Praxis sieht oft anders aus und beschert uns heimliche Prinzen, draufgängerische Ritter, das tapfere Schneiderlein, Aschenputtel und andere märchenhafte Gestalten. Dieser Vortrag zeigt, wie man aus solchen Individuen ein erfolgreiches Team formen kann.

Fliegengewichte – Große Anwendungen aus einfachen Objekten zusammenbauen

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Enterprise JavaBeans 3.0 erleichtert die Entwicklung von Geschäftsanwendungen, die Architektur weist alle elementaren Merkmale der Objektorientierung auf. Ihre Komponenten – Enterprise JavaBeans – sind einfache Java-Objekte. Ein Überblick über architektonische Grundlagen und verwendete Konzepte.

Mehr Standards = Bessere Software?

Mittwoch, 07. Mai 2008

In vielen IT-Projekten wird der Ruf nach Standards laut. Es klingt ja auch verlockend: Standardisierte Architekturen, Software, Systemlandschaften… sollten sich da nicht alle Probleme in Luft auflösen? Standardisierung führt oft zu einem Zielkonflikt. Es gibt konkurrierende Technologien, die oft schneller am Markt sind. Kommerzielle Interessen der Gremienmitglieder beeinflussen den Standard. Und dann ist da der Mensch, der vom Nutzen der Standards überzeugt sein will. Durch wechselnde Sichtweisen und einen Blick über den IT-Tellerrand ergibt sich ein vielfältiges Bild, das zum Nachdenken darüber anregt, was Software wirklich besser macht.

Java Persistence API – Java-Persistenz ganz leicht

Montag, 21. April 2008

Die Java Persistence API 1.0, entstanden im Rahmen der EJB-3.0-Spezifikation, bedient sich der guten Ideen ihrer Vorgänger, um den Umgang mit persistenten Java-Objekten so elegant und leichtgewichtig wie möglich zu gestalten – und das sowohl im Java-EE- als auch im Java-SE-Umfeld. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Verbesserungen und Neuerungen der Java Persistence API und beschreibt deren Auswirkungen auf die Architektur und die Entwicklung von Enterprise-Java-Anwendungen.