Archiv für die Kategorie ‘Agil’

Von Chefköchen, LÜK-Kästen und Sportbooten, oder: wie wir besser bessere Software bauen können (Teil 2)

Montag, 07. November 2011

Im ersten Teil dieser Artikelserie habe ich David Snowdens Aussage “We [the IT professionals] focus on recipes, not chefs” analysiert und festgestellt, dass beim Verfolgen des “Rezept-Ansatzes” aus meiner Sicht zwei wesentliche Aspekte vergessen werden:

  1. Es genügt nicht, die Rezepte auswendig zu lernen (genau das tun die Unternehmen, wenn sie ihre Mitarbeiter schulen und zertifizieren lassen). Man muss zunächst Erfahrungen sammeln, bevor man in der entsprechenden Domäne tätig wird. Eigentlich nichts Neues – und trotzdem wird dieses uralte Grundkonzept des Lernens in der IT-Welt nur selten beherzigt.
  2. Die Existenz der Rezeptsammlungen allein reicht nicht aus. Die Rezepte (oft auch “Best Practices” genannt) müssen immer an die aktuellen Gegebenheiten des Unternehmens- und Projektumfelds angepasst werden.

Den ersten Aspekt habe ich im ersten Teil ausführlich beschrieben und am Beispiel meiner Sportbootführerscheinprüfung illustriert. Jetzt möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, warum das sklavische Befolgen der Rezepte nicht immer zum gewünschten (oder besten) Ergebnis führt. (weiterlesen …)

Von Chefköchen, LÜK-Kästen und Sportbooten, oder: wie wir besser bessere Software bauen können (Teil 1)

Donnerstag, 27. Oktober 2011

In seiner Keynote auf der ALE2011-Konferenz beklagte David Snowden einen Trend, der seiner Meinung nach auch in der IT-Welt zu beobachten ist. Diesen Trend beschreibt er metaphorisch mit den Worten “We [the IT professionals] focus on recipes, not chefs”. Ein Rezept allein ist noch lange kein Garant für ein gutes Essen – von einem außergewöhnlichen Essen ganz zu schweigen. Das gibt’s nur vom Koch. Nicht etwa, weil der die Rezepte auswendig kennt, sondern weil er über jahrelange Erfahrung verfügt und schon Vieles ausprobiert hat. Ein Chefkoch braucht keine Musterküche, wie sie auf den Fotos der Hochglanzkochbücher zu sehen sind. Er braucht auch nicht exakt die Zutaten, die im Rezept (der “Spezifikation”) genannt sind. Dank seines Erfahrungsschatzes kann er Zutaten substituieren, ergänzen oder weglassen. Das Gericht schmeckt dann vielleicht anders, aber vermutlich ebenso gut (oder besser). (weiterlesen …)

Feuriges Pecha-Kucha-Video von der SEACON 2011

Freitag, 07. Oktober 2011

Mein Pecha-Kucha-Vortrag “Die Feuerwehr: Ein agiles Team?” von der SEACON 2011 ist bei Vimeo als Videomitschnitt verfügbar. Vielen Dank an Bernd Oestereich, Regisseur, Kameramann und Produzent in Personalunion.

In der Softwareentwicklung, insbesondere in agilen Projekten, steht das Team im Mittelpunkt. Der Teambegriff ist durch Werte und Prinzipien wie Eigenverantwortung, Vertrauen und offene Kommunikation geprägt. Auch in anderen Domänen gibt es Teams – aber gilt dort dasselbe Begriffsverständnis? Wie ist beispielsweise die Besatzung eines Feuerwehrfahrzeugs organisiert, und was kann ein Softwareentwicklungsteam daraus lernen? Dieser Frage geht der Pecha Kucha nach.

“Die Feuerwehr: Ein agiles Team?” (Pecha Kucha, SEACON 2011) auf Vimeo

ALE2011: Agile europäischer Länder, vereinigt euch!

Montag, 26. September 2011

Vom 7. bis zum 9. September traf sich die europäische Agil-/Lean-Gemeinde in Berlin zur ersten (Un-)Konferenz namens ALE2011. Jurgen Appelo hatte im Mai 2011 das Netzwerk “Agile Lean Europe” ins Leben gerufen, um die Ideen von Agil und Lean in einem europäischen Kontext zu diskutieren und zu verbreiten. Der multinationale Ansatz und die damit verbundene kulturelle Vielfalt führte bereits bei der Gründung des Netzwerks zu vielen verschiedenen Ideen. Eine dieser Ideen war die Ausrichtung einer Konferenz für praktizierende Agile und solche, die sich für die Ideenwelt rund um Agil und Lean interessieren. Also machte sich eine Gruppe von Organisatoren aus verschiedenen europäischen Ländern an die Arbeit. Einige von ihnen sollten sich in Berlin zum ersten Mal live begegnen, denn der Großteil der Vorbereitung wurde online geplant und verteilt durchgeführt. Und alle fragten sich, ob es denn wirklich funktionieren würde.

Es hat funktioniert. (weiterlesen …)

“Agile Interaktiv”

Montag, 02. Mai 2011

Auf der diesjährigen JAX gibt es neben dem etablierten Agile Day mit klassischen Vortragsformaten auch wieder den im vergangenen Jahr neu eingeführten interaktiv-agilen Tag. Am ersten JAX-Tag (2. Mai) laden vier Veranstaltungen zum Mitmachen ein. Sie spannen den Bogen von der agilen Aufwandschätzung bis hin zur Retrospektive. (weiterlesen …)

Das A-Team: Anforderungsermittlung in agilen Projekten

Freitag, 29. April 2011

Die Werte und Prinzipien, die in agilen Projekten gelten, stellen drei besondere Bedingungen an die ohnehin schon schwierige Ermittlung von Anforderungen: Sie sollen einer Vision folgen, einen Geschäftswert realisieren und innerhalb einer Iteration realisiert werden können. Agile Projekte akzeptieren zudem die Tatsache, dass sich Anforderungen im Umfang und Inhalt immer wieder verändern werden. Wie gelingt das Kunststück, Anforderungen so zu formulieren, dass sie agil umgesetzt werden können?

COMPUTERWOCHE-Studie zu agiler Softwareentwicklung

Donnerstag, 21. April 2011

In der Ausgabe 12/11 der COMPUTERWOCHE sind die wesentlichen Ergebnisse der CW-Marktstudie 2011 “Agile Softwareentwicklung” veröffentlicht worden. (weiterlesen …)

Ein Proof of Concept mit Scrum, Teil 3: Dimensional Planning

Mittwoch, 02. März 2011

Im dritten Teil der Blog-Serie über einen agilen Proof of Concept möchte ich eine Frage beantworten, die sich jedes agile Projekt immer wieder stellt: Wie schneidet man die Backlog Items / User Stories, so dass sie innerhalb eines Sprint realisiert werden können? (weiterlesen …)

Das A-Team – Anforderungsermittlung in agilen Projekten

Mittwoch, 26. Januar 2011

Anforderungsermittlung ist eine anspruchsvolle Disziplin. Die Werte und Prinzipien agiler Projekte stellen jedoch zusätzliche Bedingungen. So sollen Anforderungen einer Vision folgen, einen Geschäftswert realisieren und innerhalb einer Iteration realisiert werden können. Hinzu kommen nicht funktionale Anforderungen, Architekturentscheidungen – und die Tatsache, dass sich die Welt ständig verändert. Mit dem geeigneten Handwerkszeug und Timing kann das Kunststück gelingen, Anforderungen so zu formulieren, dass sie agil umgesetzt werden können.

Interview mit Johannes Link zur Geschichte der XP Days Germany

Freitag, 14. Januar 2011

Auf den XP Days 2010 in Hamburg konnte ich Johannes Link dafür gewinnen, in einem Interview die zehnjährige Geschichte der XP Days Germany Revue passieren zu lassen. Johannes erzählt von den Veränderungen im Review-Prozess, den Unterschieden zu anderen Konferenzen und den vielen Überraschungen, die jede XP-Days-Konferenz auch für einen alten Hasen wie ihn bereithält. (weiterlesen …)